Chronik

Bereits vor der Wende ins 20. Jahrhundert - also noch vor 1900 -  bemühte sich die Röthgener Bevölkerung um eine Apotheke in ihrem "Dorf" - Mittelpunkt.
In Eschweiler gab es seinerzeit zwei -  die Hirsch- und die Adler-Apotheke. Die in der aufstrebenden Indestadt anwachsende Einwohnerzahl veranlasste die Regierung in Aachen, über die Errichtung einer dritten Apotheke nachzudenken.

Diese wurde dann am 31. August im Amtsblatt von 1898 unter der Nummer 597 - allerdings für den Bereich "An der Glocke / Rosenallee ", verlängerte Marien-Strasse, Verbindungsstrasse, der heutigen Bismack-Strasse ausgeschrieben.
Über den avisierten Standort der neuen Apotheke enttäuscht, wandten sich die Röthgener mit einem Gesuch - unterschrieben von 145 Bürgern, an der Spitze Fritz Neuman, die Stadtverordneten Franz Bilden, Heinrich-Horst Messerschmidt und Bezirksvorsteher P. Vogel an den Regierungspräsidenten.
Aber diesem Gesuch blieb der Erfolg versagt.

Odilien - Apotheke, 1951 die vierte Apotheke in Eschweiler

Erst gut 50 Jahre später sollte Röthgen seine Apotheke bekommen.

Am 26. September 1950 erfolgte die Ausschreibung und mit Wirkung vom 18. Januar 1951 wurde dem Apotheker und Lebensmittelchemiker Leonhard Maus aus Eilendorf das Niederlassungsrecht erteilt.
Nach äußerst großen Schwierigkeiten der Nachkriegszeit - Wohnraumbedarf, Flüchtlinge, Kapitalknappheit, staatliche Kreditsperre - konnte dann am 10. August 1951 die Abnahmerevision durchgeführt werden und die Odilien-Odilien-Apotheke 1951Apotheke sich ihrer Bevölkerung, Kunden und Patienten - allerdings in etwas beengten Räumlichkeiten - öffnen.
Als Namensgeber für die neue Röthgener Apotheke dient das damals Ecke Röthgener Strasse / Odilien-Strasse befindliche Odilien-Kapellchen. Es wurde 1672 durch den Schöffen Cornelius Brewer gestiftet. Im Jahre 1884 wurde es von dem Bauunternehmer Josef Rosen durch ein neugotisches Bauwerk ersetzt.
Rosen widmete das Kapellchen der Hl. Odilie aus dankbarer Erinnerung an seine Mutter.
Von Anfang an zierte dieses Kapellchen Briefköpfe, Etiketten, Teetüten, Tragetaschen, Rezepthüllen u.ä. als Wahrzeichen der Röthgener Odilien-Apotheke, die somit als sein Traditionsträger gilt. Aus verkehrspolitischen Gründen wurde das Kapellchen leider im Jahre 1956 abgerissen und entfernt.

Odilien - Apotheke seit 2008 in nunmehr 4. Familien-Generation.

Seit dem 1. Januar 1953 pachtete der bisherige Mitarbeiter und stille Teilhaber, Apotheker Walter Lehmann den Betrieb von seinem Schwiegervater und verlegte ihn im Jahre 1960 wegen der unzulänglichen Räumlichkeiten in das neu erbaute Apothekenhaus Röthgener Strasse 26.
Odilien Apotheke heuteNun konnte endlich das Warenlager der aufstrebenden Situation angepasst und ausgebaut werden. Am 1. April 1968 ging die Apotheke dann in den Besitz des ehemaligen Pächters über.
Nach erneutem Um- und Ausbau pachtete seit 1. Januar 1977 Lehmanns Tochter, die Apothekerin Brigitte Eckert die idyllisch anmutende Odilien-Apotheke, die sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem Apotheker Wolfgang Eckert führte. Kontinuierlich wurde auch nun wieder die Einrichtung modernisiert, das Warenlager ausgebaut und ständig an die Kundenwünsche und das Verschreibungsverhalten der Ärzte angepasst. Seit 1. Januar 1992 war Brigitte Eckert Eigentümerin der Apotheke.
Eine moderne EDV - gestützte Warenbewirtschaftung und ein durch eigene Initiative erweitertes Ärztespektrum, Fachkompetenz durch regelmäßige Fort- und Weiterbildung und kundenfreundliches Verhalten ließen die Röthgener Apotheke bis heute auf Erfolgskurs bleiben. Seit dem 13. März 2000 ist die Odilien-Apotheke auch im Internet präsent unter www.odilien-apotheke.de.
Am 01.01.2008 übergab Brigitte Eckert die Apotheke ihrem Sohn Christian Eckert, der sie nunmehr in der 4. Generation zunächst als Pächter weiterführt.

Homöopathie und Phytotherapie spielten in der Odilien-Apotheke seit jeher eine große Rolle. In den Anfängen war es Walter Lehmann, der sein außerordentliches Wissen im Bereich der Pflanzenwelt einbrachte. Er entwickelte u.a. die heute noch begehrte Harpagophytum-Salbe.

Bei allem Respekt vor den Errungenschaften der modernen Medizin und der entsprechenden pharmazeutischen Umsetzungen ist andererseits seitens der Bevölkerung, vieler Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten ein starker Trend "zurück zur Natur" unverkennbar. Dem trägt die Odilien-Apotheke weitgehend Rechnung, indem sie sich auf gewisse Phytopharmaka (Tropfen nach G. Flosdorff) und die homöopathisch zubereiteten Nosoden spezialisiert hat. Dies schlägt sich nieder in einem ca. 40.000 Variationen umfassenden Nosoden - Programm, wobei man hier weit über das von Seiten der Industrie Gelieferte hinausgeht. Zulassungshürden und bürokratischer Aufwand lassen die Großanbieter immer mehr an merkantile Grenzen stossen, sodaß für sie die Ausbietung vieler Dinge nicht mehr rentabel ist.

Die Apotheke jedoch kann im Rahmen der rezepturmäßigen Herstellung auf fast alle Wünsche eingehen.

So findet die Odilien-Apotheke ihre Antwort auf die Veränderungen durch den Umbau des deutschen Gesundheitswesens nicht in blankem Aktionismus und einem strategischen Wettbewerbsverhalten gegenüber anderen Apotheken und "Gesundheitsanbietern" sondern in Herstellung und Vertrieb ihrer eigenen Homöopathika. Dabei kommen die Möglichkeiten des Internets hier positiv zum Tragen. Eine stark zunehmende Zahl an Kunden und Patienten, Ärzten und Heilpraktikern aus ganz Europa - ja, der ganzen Welt - richten Anfragen und Bestellungen an uns.

Inzwischen gilt die Odilien-Apotheke in Deutschland und Europa als DAS Zentrum für Homöopathie, Isopathie und Phytotherapie.

TCM -also die Traditionelle Chinesiche Medizin - und vor allem die Orthomolekulare Medizin - sind Schwerpunke, in denen sich die Odilien-Apotheke zukünfitg weiter engagieren wird.

10.08.1951
bis 01.03.1953
01.04.1953
bis 31.12.1976
01.01.1977
bis 31.12.2007
01.01.1977
bis 31.12.2007
seit
01.01.2008
Leonard Maus
Walter Lehmann
Brigitte Eckert
Wolfgang Eckert
Christian Eckert

Leonhard Maus+
Gründer

Walter R.
Lehmann +
Brigitte I.
Eckert
Wolfgang
Eckert
Christian
Eckert